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When It’s Real – Erin Watt

Bild "When It's Real"

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Zur Sache

Titel: When It’s Real – Wahre Liebe überwindet alles

Autorin: Erin Watt (ins Deutsche übersetzt von Lene Kubis)

Verlag: Piper

Erscheinungstermin: 03. April 2018

Seiten: 480

Preis: EUR 12,99

Zum Inhalt

Oakley Ford und Vaughn Bennett könnten nicht verschiedener sein, und dennoch werden sie ein Paar – zumindest für die Öffentlichkeit. Als Vaughn das Angebot erhält, für ein Jahr die Freundin des international gefeierten Popstars Oakley Ford zu spielen, willigt sie ein – zuerst allein aus eigenem Interesse. Das Geld, das ihr dieser ungewöhnliche Job einbringen wird, könnte ihr Leben um einiges erleichtern. Allmählich findet Vaughn Gefallen am „Liebesspiel“, den Hollywoodparties und der Aufmerksamkeit, die man ihr entgegenbringt. Gleichzeitig arbeitet sie hart daran, Oakleys Image zu verbessern: Vom rücksichtslosen Popstar, der keinen Gedanken an seine Zukunft verschwendet, hin zum seriösen und geerdeten Songpoeten. Irgendwann auf ihrer gemeinsamen „Beziehungsreise“ stellt sich Vaughn dann die Frage, ob ihre Taten wirklich nur aus reiner Professionalität für den Job als Freundin herrühren, oder tatsächlich so etwas wie Gefühle für Oakley im Spiel sein könnten…

Meine Meinung

Das ist mein erstes Buch von Erin Watt. Ihre bekannte Paper-Reihe übersprang ich mangels Interesses. Ich kann also keinerlei Vergleiche zwischen den Werken der Autorin ziehen. Meine Meinung zum Schreibstil und ihrer Art und Weise, eine Geschichte zu erzählen, beschränkt sich ausschließlich auf When It’s Real.

Die Geschichte des Romans wird aus den Sichten der beiden Protagonisten erzählt. „Er“ – das ist Oakley Ford, der, wie der Klappentext nicht scheut zu erwähnen, „attraktivste Popstar aller Zeiten“ – und „Sie“ – Vaughn Bennett, eine Kellnerin, die mit ihrem geringen Gehalt nicht nur sich selbst über die Runden bringen, sondern auch noch ihre jüngeren Brüder versorgen muss.

„Ein Jahr auf 480 Seiten…“

Die erzählte Zeit erstreckt sich über 12 Monate. Exakt so lange ist Vaughn vertraglich dazu verpflichtet, die neue, bessere Hälfte von Oak zu spielen. Vermutlich fiel es Erin Watt mit Nichten leicht, diesen doch langwierigen Verlauf auf knapp 500 Seiten auszuerzählen. Möglicherweise wäre es besser gewesen, die Geschichte auf mehrere Bände aufzuteilen, wie sie es bereits bei ihrer Paper-Reihe getan hat. Umgekehrt ist es sicher auch eine Frage der Ergiebigkeit der Story, die über Annahme oder Ablehnung eines derartigen Unterfangens bestimmt. Ich als Leser bedauerte auf jeden Fall die dadurch entstandenen, teilweise großen Zeitsprünge. Als Beispiel kann ich eine Textstelle angeben, bei der ein Monat auf bloß zwei Seiten abgehandelt wurde. Das hinterließ Lücken im Leben der Protagonisten, die auch durch Nacherzählungen nicht ausgefüllt wurden. Man könnte argumentieren, dass die Off-Geschehnisse nicht relevant für den Verlauf der Geschichte sind. Bei Romanzen gehören doch unbestreitbar die kleinen Details dazu. Die tiefsten Einblicke ins Gefühlsleben der handelnden Personen, die dem Leser das Gefühl vermitteln, im Verlauf der aufkeimenden großen Liebe des Lebens zwischen den Helden dabei gewesen zu sein. Für meinen Geschmack gab es davon zu wenig. Das ist ohne Zweifel dem straffen Rahmen bezüglich der Seitenzahlen geschuldet.

„Das kam unerwartet…“

[ACHTUNG, SPOILER]

Für gewöhnlich befolgen New-Adult- und Young-Adult-Romane einen stupiden Ablauf nach Schema F. Als Vielleser ist man deshalb froh über jegliche Abweichung von Stereotypen und begrüßt die konstruierten twists and turns; unerwartete Wendungen, die einen zwischen den Seiten völlig kalt erwischen. Das gab es auch bei When It’s Real in Form eines unerwarteten Kusses zwischen Vaughn und Luke, dem besten Freund von Oakley Ford. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Vaughn und Oak bereits angenähert und die ein oder andere Zärtlichkeit miteinander ausgetauscht. Dieses Verhalten hätte ich vielleicht von Oak erwartet, aber nicht von Vaughn 😀 . Sie wurde immer als das typische Mädchen von nebenan beschrieben und zu einem solchen passt das Fremdküssen gar nicht. Dass die Autorin mit dieser „Überraschung“ um die Ecke kam, hat der Geschichte einen Kick verpasst, mit dem ich nicht gerechnet habe. Rückwirkend betrachtet, leitete sie so schon auf Seite 333 den großen Klimax des Romans ein.

„Vaughns Gefühle für Oakley – When It’s Real …“

Der Kuss lässt Vaughn zum ersten Mal offen über ihre Gefühle für Oakley sprechen. Sie zu ihm:

„Ich war einfach… betrunken […], durch den Wind, und ich wollte dich und konnte dich einfach nicht finden, […].“ (S.347f)

Auf diese Stelle folgt unvermittelt das Lippenbekenntnis von Oak. Was als Fake begann, wird real. Doch bevor die beiden glücklich in den metaphorischen Sonnenuntergang reiten können, ziehen noch einmal ordentliche Gewitterwolken auf, die das Glück der beiden ein für alle mal zu zerstören drohen …

[ENDE SPOILER]

Mein Fazit

Ich kann das Buch When It’s Real – Wahre Liebe überwindet alles jedem empfehlen, der noch eine leichte Lektüre für den Sommerurlaub sucht und dabei mal eine etwas abwechslungsreichere Geschichte lesen möchte. Zumindest ich kenne keinen Roman, der das Thema Fake-Beziehung im Setting Hollywood behandelt. Das ist um ein vielfaches erfrischender, als vergleichsweise den x-ten Roman über zwei turtelnde Studenten zu lesen 😀 .

Wo wir gerade dabei sind: Ich lese jetzt erst einmal The Ivy Years von Sarina Bowen weiter :LOL: (nicht böse gemeint, ich mag das Buch bislang gerne 🙂 ).

P.S.: Ihr sucht noch nach neuen Werken für Euren SuB? Dann schaut mal bei den Neuerscheinungen des Monats Juni vorbei 🙂 .

QUELLENANGABE:

Erin Watt (2018): When It’s Real. Wahre Liebe überwindet alles, München: Piper, S.347-348.

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