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Das Little Library Cookbook ist die Kochbibel für jeden Bookaholic: Rezension

Anzeige (Rezensionsexemplar)

Foodbloggerin und Bücherliebhaberin Kate Young hat zu den großen Geschichten unserer Zeit ein außergewöhnliches Projekt ins Leben gerufen: Das Little Library Cookbook. In diesem Kochbuch versammelt sie kulinarische Köstlichkeiten, wie man sie beispielsweise aus Pippi Langstrumpf, Harry Potter oder Die Abenteuer von Sherlock Holmes kennt – oder zu kennen glaubt. Lohnt sich der Kauf des Little Library Cookbooks? Oder investiert Ihr Euer Geld besser in die Literatur, die der Ideengeber zum Kochbuch gewesen ist? All das und noch viel mehr erfahrt Ihr in meiner Rezension.
Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Die Idee hinter dem Little Library Cookbook ist ein kleiner Geniestreich. Wie sehr sehnte ich mich beim Lesen der Chroniken von Narnia nach einem Happen vom türkischen Honig, den Edmund verzehren durfte? Wie ansprechend klang das Neujahrscurry von Una Alconbury aus Bridget Jones: Schokolade zum Frühstück? Dazu liefert Kate Young die Rezepte auf dem Silbertablett. Sie ermöglicht uns Buchfans nun endlich die Zubereitung dieser leckeren Speisen.

Das Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis des Little Library Cookbooks orientiert sich am normalsterblichen Tagesablauf. Guten Morgen! enthält Rezepte fürs Frühstück (u.a. die berühmte Orangenmarmelade aus Ein Bär mit Namen Paddington). In der Mittagspause gibt’s beispielsweise ein Laib Brot, Pfeffer, Essig und Austern aus Alice hinter den Spiegeln oder die Kartoffel-Lauch-Suppe mit Roggenbrot der Bücherdiebin von Martin Zusak. Zur Teatime findet man unter anderem ein Rezept für „Honich“-Küchlein mit Rosmarin von Pu dem Bären (selbst ausprobiert und für sehr lecker empfunden!). Für das Abendessen tischt man etwa Spaghetti mit Fleischbällchen aus Der Pate oder eine leckere Neapolitanische Pizza aus Elena Ferrantes Meine geniale Freundin auf. Die Kategorien Schlemmereien um Mitternacht, Partys & Feste und Weihnachten runden die illustre Rezeptsammlung gekonnt ab.

An dieser Stelle möchte ich die Auf- beziehungsweise Einteilung mancher Rezepte in die Oberkategorien Teatime, Abendessen, und so weiter ein klein wenig kritisieren. Das Rezept für Schwarzes Eis aus 101 Dalmatiner oder andere Süßspeisen, die man durchaus einem anderen Bereich hätte zuweisen können, finden sich im Abendessen wieder. Eine dem Abendessen unterstellte Zusatzkategorie Desserts wäre passender gewesen, um Leckereien wie den Blaubeerkuchen aus Wilbur und Charlotte oder die Siruptorte aus Harry Potter und der Stein der Weisen zu präsentieren.

Die Rezepte und wie sie sich umsetzen lassen

In einem Selbstversuch haben mein Freund und ich uns an insgesamt drei Rezepten versucht: der bereits angesprochene „Honich“-Kuchen aus Pu der Bär, die köstlichen Zimtschnecken aus Donna Tartts Der Distelfink und einem abgewandelten Neujahrscurry der guten Una Alconbury, bekannt aus Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück.

Zimtschnecken aus „Der Distelfink“ von Donna Tartt

Für ein Kochbuch gibt es in meinen Augen nichts essentielleres als die Umsetzung der Rezepte in der Realität. Sind die Anweisungen logisch und lassen sie sich gut ausführen? Ist alles zur Genüge erklärt und ist selbst durch Laien zufriedenstellend umsetzbar? Wir probierten bislang drei Rezepte aus. Diese Antworten kann ich dementsprechend nur bedingt geben.

Sowohl die Zimtschnecken als auch die „Honich“-Küchlein ließen sich zu unserer Zufriedenheit zubereiten. Mit den Mengenangaben bin ich nicht immer einverstanden gewesen. Wenn man ein klein wenig Erfahrung in der Küche hat, wird man aber schon wissen, was richtig ist und was man vielleicht besser abwandeln sollte.

„Honich“-Küchlein mit Rosmarin

Fazit

Little Library Cookbook: 100 Rezepte aus den schönsten Romanen der Welt ist eine schöne Idee, die in meinen Augen zufriedenstellend umgesetzt wurde. Die Aufmachung des Buches ist schön und hochwertig, wenn auch nicht wirklich praktikabel oder allzu aufwendig. Mehr Bilder – vor allem zum Kochprozess an sich – wären bei den ein oder anderen Kochanleitungen hilfreich gewesen. Wer ein umfangreiches Werk zu den Köstlichkeiten einer bestimmten internationalen Küche sucht, ist hier ganz klar an der falschen Stelle. Der rote Faden ist und bleibt die Literatur beziehungsweise das Essen, das die dutzenden Protagonist*innen und Fantasiefiguren darin verzehren. In meinen Augen ist das Buch vor allem eine prima Geschenkidee für Buchliebhaber, die ihre Zeit genauso gerne in der Küche wie vorm Bücherregal verbringen.

3.75 / 5 Sternen (aufgerundet auf 4 Sterne)

P.S.: Wenn Ihr nach neuem Lesestoff sucht, kann ich Euch Schamlos empfehlen. Schaut gerne bei meiner Rezension vorbei!


Zur Sache

Titel Little Library Cookbook: 100 Rezepte aus den
schönsten Romanen der Welt
OT: The Little Library Cookbook
Autorin Kate Young
Ins Deutsche übertragen von: Susanne Kammerer &
Regina Rawlinson
Verlag Wunderraum
Erschienen 01. Oktober 2018
Seiten 320
Preis EUR 22,00

*Rezensionsexemplar*





Transparenz

Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt vom Verlag durch das Bloggerportal.

5 thoughts on “Das Little Library Cookbook ist die Kochbibel für jeden Bookaholic: Rezension”

    1. Liebe Zeilentänzerin,
      das Konzept hat mich auch sehr angesprochen. Am Ende war ich nicht 100% glücklich mit der Umsetzung, aber es ist nichtsdestotrotz ein sehr schönes Buch geworden. Im Rahmen meines Rezensionschreibens habe ich in Erfahrung gebracht, dass ihm Herbst quasi eine Fortsetzung geben wird, auf die ich schon sehr gespannt bin 🙂

      LG, René

  1. Das ist ja eine ganz tolle Idee! Als Veganerin esse ich nur vermutlich nichts von den vorgestellten Sachen 😀 Aber inspirierend finde ich das Ganze… man könnte ja aus den Büchern, die man liest (und mag) einfach rausschreiben, was es da so zum Futttern gibt und anschließend die Rezepte suchen oder gestalten. Klingt das verrückt? Ja? Dann muss ich es ausprobieren 😀
    Tolle Rezi, war sehr informativ (und schöne Essensbilder ♥) !
    Liebe Grüße!

    1. Hallo 🙂
      Freut mich, dass dir die Rezension gefallen hat. Ich habe tatsächlich überlegt gehabt, mal ein paar Rezepte zu vegetarisieren bzw. veganisieren. Vielleicht habe ich ja irgendwann den Antrieb dazu 😀
      Liebe Grüße <3

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