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Der schwule Held des 11. Septembers | Blogtour zu Wie du mich siehst

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Anzeige (Blogtour + GEWINNSPIEL)

Das Buch Wie du mich siehst von Tahereh Mafi vereint die Themen Liebe, Breakdance und Vorurteile und erzählt dabei die Liebesgeschichte der jungen Muslima Shirin und des Amerikaners Ocean.

Wenn ihr euch jetzt fragt: „Wie zum Teufel kann man für die Blogtour zu einem Buch, das die Liebesgeschichte zwischen einer Muslima und einem Amerikaner erzählt, einen Beitrag mit dem Titel Der schwule Held des 11. Septembers schreiben?“, kann ich nur sagen: Gute Frage. Die Erklärung folgt auf dem Fuße.

Ich habe Wie du mich siehst Anfang des Jahres im Original gelesen. A Very Large Expanse of Sea gehört zu den besten Büchern, die ich 2019 gelesen habe, auch, wenn es das Buch nicht auf meine Liste der Jahreshighlights geschafft hat. Eine Szene am Anfang, in der die Protagonistin Shirin von einem Angriff auf sie erzählt, unmittelbar nach dem 11.09.2001, hat mich zum Nachdenken gebracht. Wie viele Menschen gibt es, die nach 9/11 mit Vorurteilen zu kämpfen hatten? Weil ich bei Blogtouren von Timo bekanntermaßen gerne über das Thema Homosexualität schreibe, habe ich einfach mal „gay 9/11“ gegoogelt und bin auf einen 31-jährigen Mann namens Mark Bingham gestoßen. Das ist seine Geschichte.

Die Geschichte von Mark Bingham, dem gay hero von 9/11

Mark Bingham war ein 31-jähriger PR-Manager, dessen Leben am 11. September auf einem Feld bei Shanksville, Pennsylvania ein viel zu frühes Ende fand. Bingham war an Bord des Flugs 93 der United Airlines, dem vierten Flugzeug, das am 11. September von Attentätern entführt wurde. Gemeinsam mit anderen Passagieren wollte er die Attentäter überlisten. Leider gelang ihnen das nicht. Das Flugzeug stürzte ab, alle Insassen kamen ums Leben. Doch die Passagiere des United Airlines Flug 93 werden heute als Helden gefeiert, weil sie die Attentäter daran gehindert haben, das ursprüngliche Ziel zu erreichen. Man vermutet, es sollte entweder das Weiße Haus oder das Capitol getroffen werden.

Was hat Mark Bingham nun mit Vorurteilen zu tun? Mark Bingham war ein großer, starker Mann. Er spielte Rugby, engagierte sich in der Gesellschaft. Vor seinem Tod hat er mit seiner Mutter darüber gesprochen, dass es in Amerika zu wenige schwule Helden gäbe, dass Homosexuelle in der Öffentlichkeit immer als verweichlicht und schwach präsentiert würden. Mark Bingham hat durch seinen heldenhaften Einsatz an Bord der Maschine gezeigt, dass Vorurteile Schwachsinn sind.

Gewinnspiel

Wir haben die Möglichkeit, im Rahmen der Blogtour ein Exemplar von Wie du mich siehst an euch zu verlosen.

Beantwortet mir folgende Frage, um in den großen Lostopf zu wandern:

Ist man euch im Alltag schon einmal mit Vorurteilen begegnet?

Beachtet bitte die Teilnahmebedingungen am Ende des Beitrages! Um eure Chance zu erhöhen schaut unbedingt bei den anderen Tourteilnehmern vorbei und kommentiert die anderen Beiträge fleißig.

Teilnahmebedingungen

Beantwortet die Gewinnspielfrage aus meinem Blogpost unter diesem Post hier. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Versandweg erfolgt über die Post/DHL. Hierfür werden eure Daten weitergegeben an den Verlag.
Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Deadline ist der 15. Dezember 18:00Uhr | Bitte meldet euch im Fall eines Gewinnes innerhalb 48 Stunden.

Ich wünsche allen Teilnehmern des Gewinnspiels viel Erfolg. Danke dir, Timo, dass du mich bei dieser tollen und wichtigen Aktion dabei haben wolltest. Hier findet ihr einen Blogtour-Beitrag zum Thema Homophobie in der African-American Community.

4 thoughts on “Der schwule Held des 11. Septembers | Blogtour zu Wie du mich siehst”

  1. Hi,

    Danke für den schönen Beitrag.

    Ich lebe als Ausländerin und Muslimin in Deutschland. Zum Glück habe ich keine Fremdenfeindlichkeit zu spüren bekommen. Aber mir sieht man das auch nicht an. Ich war aber immer anders. Das spürt man als Kind immer. Jetzt, Jahre später, arbeite ich als Sozialpädagogin mit Menschen die tagtäglich mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Toleranz und Aufgeschlossenheit sollten in unserer Gesellschaft immer Priorität haben.

    Danke.

    Lg Melek

  2. Nach dem 11.09.2001 hatten Muslime es schwieriger, aufgrund von Vorurteilen. So auch mein Vater. Ihm wurde nach dem Ereignis gekündigt. Die Kündigung kam von ganz oben und jeder Muslime, bzw. generell Ausländer wurde gekündigt, sehr wahrscheinlich um die Kunden nicht zu „verschrecken“.
    Dabei muss ich auch sagen, dass wir aufgrund dieser Zeit wenige Auswirkungen gespürt haben, im Vergleich zu anderen, besonders in Amerika lebenden Muslimen.
    Ich selber bin einmal auf ein Vorurteil zu Türken gestoßen, nur dass das damit endete, dass mein Gegenüber peinlich berührt wegging, nachdem er erfahren hat, dass ich keine Türkin bin. Danach hat er mich in Ruhe gelassen.
    Einmal bin ich auch bei meinem Arzt auf ein Vorurteil gestoßen, als er mich darauf angesprochen hat, wieso ich kein Kopftuch trage, obwohl meine Mutter einen trug. Ich kann ehrlichgesagt die genaue Wortwahl nicht wiedergeben, aber mir und meiner Mutter war direkt bewusst, dass er eine ablehnende Haltung mir gegenüber hatte. Als er daraufhin alles was ich sagte in zweifle zog und mich indirekt beschuldigte ihn zu belügen war mir bewusst, dass das überhaupt nichts bringt.
    Leider muss ich zugeben, dass ich mich auch selbst mit Vorurteil behafteten Gedanken erwische.

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